Am 11. September 2025 sprach Minister a.D. Franz Müntefering auf Einladung der Bürgerstiftung über „Wahrheit in Wahlkampf und Regierungspolitik – Erfahrungen und Ermahnungen“. Die von der Bürgerstiftung durchgeführte Veranstaltung wurde in Rheinbreitbach von etwa 100 Personen besucht.
Eingangs beschrieb Müntefering drei Ebenen: neben der staatlichen Ebene aus Bund, Ländern und Gemeinden komme der gesellschaftlichen Ebene der Vereine, Verbände und gesellschaftlichen Zusammenschlüssen große Bedeutung zu. „Die dritte Ebene betrifft uns als Individuen.“
Zustimmung war im Raum zu spüren, als Müntefering die Verantwortung der Gesellschaft für die älteren und alten Menschen hervorhob. Es gebe eine gesellschaftliche Verantwortung dafür zu sorgen, dass die Menschen Kontakte haben, Freundschaften pflegen
Dann leitete der frühere Vizekanzler über zu den Aufgaben des Staates, zuvorderst die Aufgabe, Frieden zu schaffen und zu erhalten.
Müntefering beschrieb, wie sich die Art, Koalitionsvereinbarungen zu schließen, im Laufe der Jahre sehr gewandelt habe. Bei Willy Brandt und Walter Scheel habe ein Versprechen in die Hand genügt, „dass wir das zusammen hinkriegen“. Brandt habe gesagt: „Das muss ja wohl reichen".
Im Weiteren hob Franz Müntefering die Bedeutung der europäischen Zusammenarbeit hervor. Europa sei der größte geographische Bereich, in dem man versuche, demokratische Politik zu gestalten. Im Geflecht zwischen den Weltmächten sei das nicht leicht.
