Der ehemalige Bundeskanzler und Friedensnobelpreisträger Willy Brandt lebte von 1979 bis 1992 in Unkel. Hier schrieb er seine Erinnerungen, von hier aus unternahm er zahlreiche Reisen, die dem Frieden und der Völkerverständigung dienten.

Nach mehrjährigen Planungen wurde am 20. März 2011 im Zentrum der Altstadt auf Initiative der überparteilichen gemeinnützigen Bürgerstiftung Unkel das „Willy-Brandt-Forum“ eröffnet.

Herzstück des Museums ist das Arbeitszimmer des Politikers aus seinem letzten Wohnhaus in Unkel, das originalgetreu rekonstruiert wurde. Dieses hatte Brigitte Seebacher bereits 1991 dem damaligen Stadtbürgermeister Werner Zimmermann zur Verfügung gestellt. Es wurde im Alten Rathaus der Stadt untergebracht und war dort zu besichtigen.

Vor dem historischen Rathaus der Stadt Unkel hat 2002 die „Initiative Willy Brandt-Tafel“ im Geschichtsverein Unkel der Familien Walenciak und Tersteegen eine Bronzetafel zu Ehren des ehemaligen Bundeskanzlers Willy Brandt errichtet. Der Geschichtsverein hat diese 2025 der Kulturstadt Unkel übereignet. Foto

10 Jahre lang wurde das Willy-Brandt-Forum ausschließlich ehrenamtlich geführt. In den ersten Jahren waren bis zu 25 Ehrenamtliche aktiv. Auch heute noch sind Ehrenamtliche im Besucherdienst unentbehrlich.

Seit September 2021 ist das Museum eine Außenstelle der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung (BWBS). Diese ist seither für den Unterhalt und den Betrieb der Dauerausstellung verantwortlich. Der Historiker Dr. Scott Krause leitet das Haus seit Mai 2022.

Die Bürgerstiftung Unkel und die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung arbeiten auf Grundlage eines Kooperationsvertrages zusammen. Danach werden unter anderem Veranstaltungsprogramme und Öffentlichkeitsarbeit koordiniert und ehrenamtliches Engagement gefördert.

Durch das Angebot historisch-politischer Bildung soll das demokratische Bewusstsein in Deutschland gestärkt werden. Satzung

Die Bürgerstiftung unterhält zudem das in ihrem Eigentum befindliche Gebäude des Willy-Brandt-Forums und baut es aus.